Ein Friseursalon in Aserbaidschan


Was hat ein Friseursalon in Aserbaidschan mit Ihrem Online Marketing zu tun? Richtig. Rein gar nichts. Heute werde ich ausnahmsweise mal etwas vom Thema Neukundengewinnung im Internet abschweifen, denn ich möchte Ihnen zeigen, welche neuen Möglichkeiten das Internet bietet, um die Welt ein wenig zu verbessern. Vor genau 13 Monaten bin ich zum ersten Mal auf die Webseite http://www.kiva.org gestoßen. Damals wusste ich noch wenig von den neuen Chancen für Unternehmer in ärmeren Regionen der Welt und ich kann mich auch gar nicht mehr erinnern, wie ich diese Webseite gefunden habe.

Von dieser Webseite war ich jedenfalls vom ersten Augenblick an fasziniert. Kiva ist eine Non-Profit Organisation, die Mikro-Kredite von Privat-Personen an Unternehmer in armen Ländern der Welt vermittelt. Auf der Webseite sehen Sie eine lange Liste von Unternehmern mit Foto und Beschreibung, denen Sie bereits mit einem Mini-Kredit in Höhe von 25 Dollar weiterhelfen können.

Es handelt sich wohlgemerkt nicht um eine reine Spende, sondern um einen Kredit, den der Unternehmer zurückzahlen muss. Auf diese Weise ist meiner Meinung nach sichergestellt, dass das Geld auch sinnvoll und optimal vom Unternehmer eingesetzt wird, da es eben keine Spende ist, sondern er mit diesem Geld weitere Gewinne einfahren muss, um den Kredit abzubezahlen.

Sie suchen sich also einfach auf der Webseite einen armen Unternehmer aus, der Ihnen sympathisch ist und können ihm einfach und unbürokratisch mit geringsten Mitteln (z.B. 25 Dollar = ca. 18 Euro) helfen, sein Unternehmen zu fördern und seinen Lebensunterhalt dauerhaft zu sichern. Aus meiner Sicht eine sehr effektive Maßnahme der Hilfe zur Selbsthilfe.

Folgende Unternehmer habe ich seither gefördert:

- einen Friseur in Aserbaidschan
- einen Handwerker im Libanon
- eine Kosmetikerin in Ghana
- einen Schuhverkäufer in Paraguay
- einen Friseur im Libanon und
- einen Kleidungshändler in Tadschikistan

Natürlich gibt es auch an diesem System berechtigte Kritik, da jede Form von externer Entwicklungshilfe einen Eingriff in das Wirtschaftssystem eines Landes darstellt und in diesem Fall natürlich die Kreditvergabe der lokalen Banken behindert. Für mich persönlich ist das Konzept jedoch schlüssig und überzeugend. Ich weiß ganz genau, wohin jeder einzelne meiner Euro (Dollar) fließt und bezahle keine aufgeblasenen Verwaltungsapparate und repräsentativen Gebäude von großen Spenden-Organisationen.

Außerdem kann ich das gleiche Geld natürlich mehrfach hintereinander zur Hilfe verwenden, da die Kredite natürlich normalerweise zurückgezahlt werden. Da die meisten anderen Nutzer von Kiva das ebenso handhaben und keine Zinsen gezahlt werden, würde ich anstelle von Krediten allerdings doch lieber von Spenden sprechen. 

Vielleicht kann ich Sie auch von der Idee der direkten Mikro-Kredite überzeugen, ich würde mich jedenfalls über Ihre Teilnahme freuen! Leider ist die Webseite nur auf Englisch verfügbar, da es sich um ein Unternehmen aus San Francisco handelt. Ich hoffe, das ist kein größeres Problem für Sie (ansonsten versuchen Sie es bitte mal mit dem Webseiten-Übersetzer von Google unter translate.google.de):

http://www.kiva.org

Viele Grüße,
Ihr Jochen Bercker

http://www.Neukundenkampagne.de